Mehr als 3.000 Entenpatinnen und Entenpaten schickten ihre kleinen gelben Quietscheenten am Wehr beim Mühlengraben ins Rennen. Das große Ziel: möglichst flott die Innerste hinunter zuschwimmen und als eine der ersten 68 Enten die berühmte Entenfalle zu erreichen – denn genau so viele attraktive Preise warteten auf ihre glücklichen Losbesitzerinnen und Losbesitzer.
Schon am Morgen des 13. Juni blickten die Verantwortlichen der BürgerStiftung Hildesheim immer wieder auf ihre Handys: Wie wird das Wetter? Bleibt es trocken? Kommt ein Gewitter? Lässt der Wind nach? Dass dies nicht die einzigen Herausforderungen des Tages sein würden, ahnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand.
Doch das engagierte Team der BürgerStiftung unter der Regie von Anette Joos aus dem Stiftungsrat, unterstützt von zahlreichen Helferinnen und Helfern, denen gar nicht genug gedankt werden kann, meisterte alle Überraschungen mit Bravour. Und Überraschungen gab es reichlich: Neben Regen, Wind und Sturm tauchte am Rande der Rennstrecke auch noch eine Handgranate aus dem Zweiten Weltkrieg auf. Ein Entenrennen mit historischem Begleitprogramm – darauf hätten wir allerdings gerne verzichtet!
Glücklicherweise entschieden wir gemeinsam mit der Feuerwehr und den Tauchern von Eintracht Hildesheim frühzeitig, die Rennstrecke zu verkürzen. Der kräftige Gegenwind hatte nämlich seine eigenen Pläne und blies unseren Entchen direkt entgegen. Einige versuchten sogar hartnäckig, wieder zurück zum Wehr zu schwimmen. Doch Hildesheimer Enten sind bekanntlich ausdauernd und fanden schnell den richtigen Kurs.
Für zusätzlichen Schwung sorgte der Bläserkreis St. Michaelis. Zwar wurden die Noten zwischenzeitlich etwas feucht, doch die Musikerinnen und Musiker ließen sich davon ebenso wenig beeindrucken wie die Enten. Mit Liedern rund um Regen und Wasser und sorgten sie für beste Stimmung bei den vielen Zuschauerinnen und Zuschauern entlang der Strecke.
Tatkräftige Unterstützung erhielten die Rennteilnehmerinnen auf vier Schwimmfüßen von den Paddlerinnen Miriam und Katrin. Mit viel Einsatz, Geduld und gelegentlichem Paddelwedeln sorgten sie dafür, dass auch besonders abenteuerlustige Enten, die lieber Gebüsche oder Uferzonen erkunden wollten, wieder den Weg auf die Rennstrecke fanden. So erreichten schließlich tatsächlich alle, wirklich alle Entchen das Ziel und wurden von Paddlern und Tauchern sicher geborgen.
Dass dabei trotz der unerwarteten Entdeckung der Handgranate jederzeit für die Sicherheit aller Beteiligten gesorgt war, verdanken wir der Polizei Hildesheim und der Feuerwehr, die professionell und besonnen handelten.
Am JoBeach wartete anschließend die wohlverdiente Stärkung auf alle Beteiligten. Die Hildesheimer Tafel hatte ihren beliebten Schmandkuchen gebacken, der für einen Euro pro Stück verkauft wurde – selbstverständlich zugunsten der Tafel. Das Team des JoBeach versorgte die Gäste mit Getränken und trug damit ebenfalls zum gelungenen Ausklang des Tages bei.
Und als hätte das Wetter seine Kapriolen bereut, zeigte sich schließlich sogar die Sonne. Bei Bläsermusik, Strandatmosphäre und sommerlichem Flair spielten die Kinder am Wasser, viele Gäste nutzten die Gelegenheit für Gespräche und alle warteten gespannt auf die Auswertung der Gewinne. Diese nahm Fenja Nönken mit großer Sorgfalt Schritt für Schritt vor.
Anette Joos verkündete schließlich die Gewinnerlosnummern und sorgte damit für zahlreiche strahlende Gesichter. Da nicht alle Patinnen und Paten persönlich anwesend sein konnten, werden die Gewinnnummern nun auch hier veröffentlicht.
Daniel Jung, zweiter Vorsitzender der Hildesheimer Tafel, dankte allen Entenpatinnen und Entenpaten sowie der BürgerStiftung herzlich für ihre Unterstützung. Er erläuterte, dass die Tafel keine öffentlichen Mittel erhalte und deshalb auf Spenden und Aktionen wie das Entenrennen angewiesen sei.
Am Ende zeigte sich einmal mehr: Weder Wind noch Wetter noch überraschende Funde aus vergangenen Zeiten können die Hildesheimer Enten und ihre Unterstützerinnen und Unterstützer aufhalten. Das Entenrennen 2025 war spannend, turbulent, manchmal überraschend – und vor allem ein wunderbares Gemeinschaftserlebnis für den guten Zweck.
Dr. Sabine Schreiner, Vorstandsvorsitzende
Die Plätze 1, 3 und 4 aus den ersten fünf wurden vor Ort nicht abgeholt.
Die Gewinnerlose dafür sind
1: 2528 (Samsung Tablet),
3: 2160 (200 Euro Reisegutschein) und
4: 2637 (Familien-Jahreskarte für die JoWiese).
Alle weiteren Gewinnerlose (nach Nummern sortiert) sind:
49, 81, 182, 184, 233, 263, 383, 430, 442, 458, 492, 495, 500, 507, 596, 604, 693, 715, 720, 736, 739, 743, 756, 757, 769, 785, 1426, 1705, 1769, 1794, 1830, 1863, 2013, 2015, 2027, 2040, 2056, 2076, 2136, 2175, 2216, 2248, 2427, 2475, 2506, 2532, 2535, 2553, 2581, 2585, 2622, 2631, 2650, 3226
Die Gewinne können immer donnerstags zwischen 14 und 18 Uhr bei der Bürgerstiftung in der Eckemekerstr. 36 (im Hause der gbg) abgeholt werden. Die Abholung kann bis zum 31. Juli 2026 erfolgen. Wer donnerstags nicht kann, meldet sich bitte via E-Mail unter info@buergerstiftung-hildesheim.de