Die Pflege und Betreuung älterer Menschen steht vor wachsenden Herausforderungen: Immer mehr Menschen brauchen Unterstützung, während gleichzeitig Fachkräfte und Ressourcen fehlen. In Wissenschaft und Praxis wird deshalb zunehmend diskutiert, wie sogenannte Sozialroboter den Pflegealltag sinnvoll ergänzen und entlasten können.

Im Zusammenhang mit dem Jubiläumsthema der BürgerStiftung Hildesheim „Zusammenleben von Jung und Alt in der digitalen Welt“ geht die Universität Hildesheim der Frage nach, wie solche Roboter in der Pflege eingesetzt werden können und welche technischen, organisatorischen und ethischen Rahmenbedingungen dabei zu beachten sind. Dass wir diesen Weg gemeinsam beschreiten können, verdanken wir unter anderem der BürgerStiftung Hildesheim.

Die Pflege und Betreuung älterer Menschen steht vor wachsenden Herausforderungen: Immer mehr Menschen brauchen Unterstützung, während gleichzeitig Fachkräfte und Ressourcen fehlen. Als ein möglicher Lösungsansatz – ergänzend zur menschlichen Zuwendung, nicht als Ersatz – wird der Einsatz von Sozialrobotern in der Pflege diskutiert.

Ein Sozialroboter ist ein Roboter, der gezielt dafür konzipiert wurde, mit Menschen zu interagieren. Er erkennt Gesichter und Stimmen, kann Gespräche führen, auf Mimik und Emotionen reagieren und so zu einem Gegenüber im Alltag werden. An der Universität Hildesheim arbeiten wir mit einem solchen Sozialroboter: Er stammt von der navel robotics GmbH, heißt dort „Navel“ – bei uns trägt er den Namen „Homie“. Im Rahmen eines Altenheims wäre vorstellbar, dass Homie über das Mensa-Angebot informiert, gemeinsam mit den Bewohner*innen Lieder singt, kleine Spiele spielt, an Termine erinnert oder einfach zum Gespräch einlädt – kleine Impulse, die den Alltag bereichern können.

Gemeinsam mit der BürgerStiftung Hildesheim möchten wir Studierenden die Möglichkeit geben, sich mit diesem Phänomen auseinanderzusetzen und die technischen, organisatorischen und ethischen Rahmenbedingungen von Sozialrobotern zu untersuchen. Dazu bieten wir in der Lehre verschiedene Formate an: darunter Seminare sowie unsere IT-Chatbot-Werkstatt, in denen Studierende explorativ mit Homie in Berührung kommen und erste Schritte in Richtung einer sinnstiftenden Eingliederung solcher Systeme in reale Anwendungsfelder machen. Flankiert wird dies durch Forschungsvorhaben, in denen wir untersuchen, wie Sozialroboter bedarfsgerecht gestaltet und eingesetzt werden können.

Derzeit beleuchten wir das Thema aus mehreren Perspektiven – technisch mit Blick auf die Fähigkeiten von Homie, organisatorisch mit Blick auf mögliche Einsatzszenarien im Pflegealltag und ethisch mit Blick auf das Miteinander von Mensch und Roboter. Studierende erarbeiten in Seminaren und in der IT-Chatbot-Werkstatt erste Anwendungsideen und bereiten Erprobungen vor.

Öffentliche Veranstaltungen für Bürger der Stadt

Gemeinsam mit der BürgerStiftung Hildesheim planen wir verschiedene öffentliche Formate, bei denen Bürger*innen Homie persönlich kennenlernen können. Den Auftakt bildet das Unboxing-Event am 6. Mai, bei dem Homie offiziell vorgestellt wird und Interessierte erste Eindrücke vom Roboter und seinen Fähigkeiten gewinnen können. Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie hier.